Die Elben

(..und ihre bizarre Welt)

Die majestätische Sonne zeigte sich im Osten und ließ die Baumkronen des Zauberwaldes und den sonst so blauen Himmel in einem rotgoldenen Schimmer erleuchten. Die Vögel zwitscherten in den Bäumen und die Rehkitze spielten im taunassen Gras. Plötzlich ertönte ein rascheln und die Rehkinder blickten erschreckt auf. Vor ihnen stand eine bleiche Gestalt, die sich mit spastisch verzerrtem Gesicht nach hoch gewachsener Biomasse umsah. Es war George der Elbe. George war auf Turkey. Wild geifernd sprang er über die Rehkitze auf das Objekt seiner Begierde, eine hoch gewachsene Esche zu. Im Flug entledigte er sich seiner Beinkleider; so daß kein hinderlicher Stoff seine Lenden bedeckte, mit den Worten: ”Lauf nicht weg ich bringe dir Liebe!”, versenkte er seine primäre Fortpflanzungshilfe in einem schier unglaublich großen Astloch. Er liebte den Baum wie noch nie zuvor ein Elbe einen Baum geliebt hatte.

George sank erschöpft zu Boden. Im Augenwinkel sah er wie Bert sich an einem Hirsch vergriff, der zu seinem entsetzen einen Brunftschrei ausstieß. Unweit lagen auch Fengbalt und Dengbalt die noch ganz aufgekratzt vom vorangegangenen Schauspiel laut schreiend ihre empfindlichsten Organe ineinander verknoteten. George wusste, dass sie ihn beobachtet hatten. George sah auch Murat den Außenseiter des Elbenclans, der einsam an einem Baum lehnte und traurig lustlos sein Haupt gegen denselbigen schlug. So war es jedes mal wenn in den Köpfen der Elben ein chemisches Ungleichgewicht herrschte. Auf Grund dieser Tatsache rief Wirrus der Elbenkönig sein kleines krankes suchtzerstörtes Völkchen zusammen. So standen sechs der sieben Elben im grauen Dämmerlicht, welches sie noch morbider erscheinen ließ, um ein großes Lagerfeuer herum. Die Baumkronen des Zauberwaldes wiegten im lauen Abendwind hin und her. Der Gesang einiger Vögel war vernehmbar. Ebenso das Kreischen von George, der mittlerweile eine Birke beglückte. Sonst störte nichts diese Ruhe.

Plötzlich durchbrach Wirrus mit einer für ihn so typisch geistlosen Floskel die vorher so majestätisch lethargische Stille. ”arrrgh will es also holt es und zwar von Psychodelicus” spie er mit einer militanten Gleichgültigkeit, die die Elben in ihrem innersten erzittern ließ. Sie wußen was er als nächstes tun würde. Wirrus zückte sein heiß geliebtes Werkzeug der Macht einen mit Noppen besetzten (weil luststeigernden) Mikrofonständer, der im Stande wäre sie bersten zu lassen. Darauf sagte er unnachahmbar dämlich grinsend: ”Fengbalt, Dengbalt, Hetros macht mal voran!”. Er ersparte es sich wie immer die Gestraften vor ihrem sicheren Missbrauch aufzumuntern. Bis zum nächsten Morgen standen die vor ihm liegenden um Gnade flehenden verdammten Kreaturen nicht mehr auf. Der nächste Morgen zeigte sich wolkenverhangen und regnerisch.

Die anderen verkniffen es sich die drei unfreiwilligen Kuriere zu verabschieden. So zogen die drei mit steinernen Mienen los. Die einzigste Aufmunterung bot George welcher immer noch wie von Sinnen seiner dendrophlien Neigung nachgab und so eine interessante Geräuschkulisse zum Besten gab. So zogen Sie los. Sie wanderten den ganzen Tag. Als es dunkel wurde schlugen sie ihr Lager auf hierbei war es ihnen vollkommen gleich wo sie die Nacht verbrachten. Dengbalt war drauf und dran ein kleines Lagerfeuer zu entfachen, doch Fengbalt wollte es sich nicht nehmen lassen seinem Harndrang über dem noch so winzigen Flammen nachzugeben. Nun war das Maß voll.

Sein Bruder hatte ohne Rücksicht seinen kleinen Wärmespender zu Tode uriniert. Dengbalts von diversen Drogen in Mitleidenschft gezogenes ohnehin kleines Hirn versagte seinen Dienst. Und das Tier in Dengbalt übernahm die Kontrolle über seinen Körper. Fengbalt wusste das sein Bruder ihm innerhalb der nächsten Sekunden starke physische Schmerzen zufügen würde. Angesichts des Schocks der sich nun langsam in seinem Kopf manifestierte erlag er seinem angeborenen Herzleiden. Doch als sein Körper vor der Macht des Todes kapitulierte fiel er unglücklicher Weise mit großer Wucht, wobei sein Kopf dem restlichen Körper den Weg wies, auf einen unnatürlich spitzen Stein.

Fortsetzung folgt..(leider nicht mehr)

Frigger's humorige Seiten: www.frigger.de Seite Drucken Diese Seite weiterempfehlen