Sinnfreie Texte

(Wie man mit vielen Worten wenig schreiben kann)
Was sie schon immer... Also wenn Ihr mich fragt... Festrede

Was Sie schon immer nicht wissen wollten!

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Also wenn Ihr mich fragt...

...ich bin dafür, das wir dagegen sind, weil sich die meisten von denjenigen, die sich dieser Auffassung nun 'mal nicht so ganz ohne Weiteres anschließen wollen oder vielleicht auch aus ehrlicher und durchaus verständlicher Überzeugung oder eventuell anerzogener Pietät heraus nicht anschließen können, weil sie sich in ihrer doch wohl mehr oder weniger als vornehmlich superverkorkst zu bezeichnenden jugendlichen Mentalisierungs Bagatellität, letztendlich vor den Ansichten einer Vorgehensweise zu drücken versuchten, deren ungeheuer reichhaltige Auswirkungsmöglichkeiten auch für langjährige und eingefleischte Beobachter beim heutigen Stand der äußerlich doch sehr feinfühligen Dinge nicht im geringsten abzusehen ist, und daß unter solchen vielleicht auch nicht als ausgesprochen schwierig zu bezeichnenden Bedingungsreserven, wie wir sie hier entgegen allen Vermutungen und allen Verzerrungen von Insidern und anderen vorprüfungsberechtigten, gewohnheitsheischenden Allimenterikern zum Trotz vorfinden könnten, oder auch nach zu erwartendem menschlichem Ermessen vorfinden werden, weil in nicht allzulanger, für mich schon heute hundertprozentig absehbarer Zeit viele Zeichen darauf hinweisen werden, wie wichtig für alle die, die die Sache sehr ernst nehmen und aus einem Blickwinkel heraus betrachten, der schon unsere Vorfahren zu schwerwiegenden Begeisterungsstürmen hingerissen hat, aber uns womöglich auch mittels einer gerade erst links überholten Lastschriftbremse nicht dazu bewegen kann, uns von einer späteren, und sei es noch so realistischen, von allen Beteiligten suspektiv zu akzeptierenden suplimentären Schreibart und Weise des Wortes Kokkulorus zu distanzieren oder es zu Mindest zu versuchen zu wollen.

Übrigens:
Würdet Ihr Kokkulorus, so wie ich das tue, mit oder ohne H schreiben?
Wenn nein, wo würdet Ihr es dann fehlen lassen?

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Festrede für jeden Anlaß

1994 by Lutz Kobuszynski

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, hochverehrtes Publikum!

Bevor ich zu Ihnen spreche, möchte ich zunächst etwas sagen.

Ich möchte Ihnen meinen Dank dafür ausdrücken, Sie heute hier versammelt zu sehen, und meinen Dank dafür, daß ich gerade hier und heute und vor allem in einer Zeit wie dieser zu Ihnen sprechen darf.

Aber schließlich ist es ja das, was uns alle hier versammelt hat, dieser Anlaß, den man gerade auch aus der geschichtlichen Entwicklung heraus nicht einfach verdrängen darf, auch wenn genau dies in unserer modernen und schnellebigen Zeit von immer mehr Menschen mit der Bemerkung "Das geht mich nichts an" oder "Das interessiert mich nicht" einfach abgetan wird.

Nein, meine Damen und Herren, ich danke Ihnen auch dafür, daß gerade Menschen wie Sie nicht einfach diesen bequemen Weg gehen, sondern ein jeder von Ihnen bereit ist, sich an die Stelle zu stellen, die die Geschichte und auch unsere heutige Gesellschaft Ihnen zugewiesen hat. Ich muß nicht betonen, wie wichtig gerade in unserer Zeit eine genaue Betrachtung unserer Umwelt und der Geschehnisse um uns herum ist, denn zuleicht geschieht es, daß Entwicklungen auch ohne unser Zutun und scheinbar ohne Zusammenhang ihren Fortgang nehmen, scheinbar unbeeinflußbar. Doch genau darum sind wir heute hier versammelt. Um unseren Einfluß zu nehmen, sei er scheinbar noch so klein und unbedeutend. Es müssen endlich einmal einige Dinge in aller Deutlichkeit gesagt werden, so unbequem und schmerzhaft dies auch sein mag.

Ist denn alles wirklich so unbeeinflußbar, wie es uns im ersten Moment scheint? Nein, hochverehrtes Publikum, wir, die wir versammelt sind, wir wissen, daß dem nicht so ist, und deswegen sind wir hier und heute allen Widrigkeiten zum Trotze versammelt. Es liegt immer auch an jedem Einzelnen von uns, was er an der Entwicklung beeinflussen kann und will. Mit diesem Wissen ausgestattet, kann ein jeder in diesem Raum morgen in die Welt gehen und seinen Einfluß nehmen, sich dem Leben und dieser Herausforderung stellen. Und ist es nicht genau das, was man von uns verlangt und was wir zu leisten bereit sind? Welcher Mensch kann sich dem entziehen, will er verantwortungsbewußt handeln? Sie, und ich möchte in aller Bescheidenheit hinzufügen, auch ich, werden tun, was auch immer uns notwendig erscheint, die gesteckten Ziele zu erreichen. Und so eint uns hier in diesem Raum das Gefühl, uns im Bewußtsein um unsere Ziele und um das Machbare an der Gestaltung der Wirklichkeit zu beteiligen, einer Wirklichkeit, deren Gesetzmäßkeiten niemand gegenüber die Augen verschließen darf.

Sie werden sagen, dazu gehört Mut, und ich werde Ihnen antworten: Jawohl, meine Damen und Herren, dazu gehört Mut, und ich denke, die hier Versammelten beweisen schon durch ihre bloße Anwesenheit diesen Mut. Wer, wenn nicht Sie, hochverehrtes Publikum, kann sich dieser Aufgabe stellen und die damit verbundenen Risiken sehenden Auges eingehen. Ich möchte an dieser Stelle Cicero zitieren, der da sagte: Audacis fortuna juvat. Jawohl, meine Damen und Herren, dem Tapferen hilft das Glück, auch und gerade in Zeiten wie diesen.

Man darf sich der Tatsache nicht verschließen, daß die Geschichte und das Bild der Gesellschaft immer aus der Summe der Handlungen aller Individuen ensteht und entstehen wird, und so sind alle am weiteren Fortgang der Entwicklung beteiligt. Nutzen wir also unseren Einfluß, und sei er noch so klein, um an dieser Geschichte unseren Anteil zu haben.

Was uns, meine Damen und Herren, hier versammelt hat, ist, um einen alten Meister zu zitieren:

Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, daß uns nur das bewußte Wissen um das Sein der Dinge Kenntnis über ihre Natur verschafft.

Mit diesem Wissen ausgestattet, kann ein jeder als Teil mitwirken an der Gestaltung des Ganzen, und es geschieht, was geschieht und geschehen mußte.

Und so schließe ich nun meinen Gedanken mit dem Wusch und dem Wissen, daß das Gesagte gehört wurde. Ich sage Ihnen:

"Herzlichen Dank für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit."

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