Märchenstunde

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Froschkönig

Wie es wirklich war...

Von Michael Dufek:

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Es war einmal vor langer, langer Zeit ein König. Er hatte eine wunder, wunderschöne Tochter. Sie hieß Chrkchrskr. Es war ein arabischer Name. Sie war so schön , daß selbst Claudia Schiffer neben ihr dem häßlichen Entchen Konkurrenz machte. Und weil die Prinzessin so wunderschön war, durfte sie das Schloß, in dem die Königsfamilie lebte, nie verlassen, denn der König hatte Angst, daß sie von den Dorfproleten angequatscht werden könnte. Darum erlaubte ihr ihr Vater nur im Schloßhof zu spielen.

Eines schönen Sommertages, die Sonne lachte vom Himmel, die Blümlein wiegten sich leicht im Wind, Katzen und Hunde lagen friedlich nebeneinander, der Duft der Blüten lag honigsüß in der Luft, die Vögel sangen ihre Lieder, und die verdammten Gelsen waren wieder extrem lästig, da spielte die Königstochter mit ihrem güldenen Ball. Sie warf den Ball hoch in die Luft, fing ihn wieder, warf ihn gleichsam in die Höhe, fing ihn wieder und immer höher und immer schneller.

"Wie gerne ich doch mit diesem harten Ding spiele.", dachte das unschuldige Mädchen. Immer fester, ja fast schon übermütig warf sie den Ball. Doch da passierte es. In ihrem Eifer warf sie den Ball so hoch, daß sie ihn nicht mehr fangen konnte und er fiel genau in den tiefen, dunklen Brunnen, der in der Mitte des Schloßhofes stand.

"Oh nein," jammerte das Kind, "Was wird mein Vater sagen. Habe ich doch diesen güldenen Ball zu meinem 16. Geburtstag bekommen."

Sie setzte sich an den Brunnenrand, schaute in den tiefen, kalten Schacht, weinte jämmerlich, und rief: "So eine Scheiße."

Das hörten die Vögel und versuchten das Königskind zu trösten. Diese sangen für sie die schönsten Lieder, zum Beispiel "Smoke On The Water" von "Deep Purple" oder den Radetzkymarsch. Doch auch das half nicht, die schöne, schwere Kugel aus dem Brunnenschacht zu holen. So weinte die schöne Maid weiter.

"Was ist los? Warum weinst du, mein Kind?", hörte sie plötzlich eine Stimme.

"Wer ist da?", fragte sie leise.

"Hier bin ich, hier drüben!"

Das Mädchen drehte ihren Kopf nach rechts, setzt ihre Brille auf (11,5 Dioptrien) und staunte nicht weniger, als dort ein kleiner, mickriger, häßlicher, warziger, schleimiger, glitschiger, ekelhafter, grindiger, behaarter, stinkender, widerlicher, garstiger, abstoßender, grüner Frosch saß, der sie mit großen Augen ansah.

"Bist du häßlich,", sagte die Prinzessin, "richtig kotzig siehst du aus."

"Ich kann dir helfen", quakte der Frosch, "und den Ball aus dem Brunnen holen. Du mußt mir aber einen kleinen, einen ganz, ganz kleinen Wunsch erfüllen."

"Und der wäre?", wurde das Mädchen neugierig.

"Ich will ein Kind von dir", flüsterte der Frosch.

"Du Trottel," antwortete die zarte Schönheit, "das Kind wollte doch nicht der Frosch. Das Kind wollte Rumpelstilzchen, und der bestand nicht unbedingt darauf, daß es von ihm war."

"Ach so", sagte der Frosch und blinzelte, da ihm die Sonne blendete, "dann will ich eben einen Kuß!"

"Aber... ich habe doch noch nie jemanden geküßt..."

"Papperlapapp", erwiderte der Frosch, "ich habe dich doch selbst gesehen, wie du vor kurzem mit dem Küchenjungen hinter der Stalltüre..."

"Ja, ja. Aber das war nicht so richtig..."

"Und der Schmiedgeselle, mit dem ich dich vor ein paar Tagen am Heu oben gesehen habe? Sag' aber nicht, daß das mit ihm nicht so richtig war. An den seinen Fingern wollte ich nicht gerochen haben. Und der Gärtnerbursche am Sonntag..."

"Ja, ja. Ja, ja.", unterbrach ihn die Königstochter, "ist schon gut. Ich wollte dich  doch nur anschwindeln, nichts weiter..."

"Küßt du mich jetzt", fragte der Frosch, der schon ziemlich steif wurde, da ihn die Sonne auszutrocknen begann.

"Hol' ihn mir zuerst hinauf, meinen goldenen Ball", bat das Mädchen, "dann küsse ich dich."

Und schon sprang der Frosch in den Schacht.

"Tiefer, tiefer, ja, noch tiefer muß er liegen", rief die Königstochter dem Frosch zu, "Er ist sicherlich ganz unten."

Sie brauchte auch nicht lange zu warten, und schon war der Frosch wieder oben. Und in der Hand hielt er den güldenen, glänzenden Ball.

"Und jetzt der Kuß!", forderte er.

Nach kurzem Zagen beugte sich die Prinzessin leicht nach vor, spitzte Zaghaft ihre Lippen, die so lieblich waren, schloß ihre Augen und berührte den Frosch fast unschuldig an seinem breiten Maul. Das Mädchen wurde ganz feucht, da der goldene Ball vom Brunnenwasser noch recht naß war und sie ihn fest an sich drückte.

Dann öffnete sie wieder ihre großen, schönen Augen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nicht mehr der häßliche Frosch saß vor ihr, sondern ein großer, starker Mann mit schönem, dunklem, leicht gelocktem Haar.

"Krone, Kurier", rief der Fremde, "Seidun morgen."

"Nein Danke", sagte die Prinzessin. "Ich glaube, du mußt mich jetzt heiraten, weil alle Märchen alle so ausgehen."

"Gut, schenes Frau, steht nachernt vielleicht langes Skandalgeschichte in Seidun."

Und noch am selben Tag schickte der König seine Boten aus, um die Hochzeit im ganzen Lande ausrufen zu lassen. Er hatte seinen neuen Schwiegersohn sofort ins Herz geschlossen. Dieser war zwar kein Prinz, aber dafür hatte er eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Knight Rider, und den mochte der König auch.

Die Hochzeit dauerte dann sieben Tage und sieben Nächte, die Hochzeitsnacht nur sieben Nächte. Alle freuten sich mit dem Paar und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Dufek


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