| An den Mond | An den Wirt |
| Fülltest
wieder Busch und Tal Still mit Nebelglanz, Lösest endlich auch einmal Meine Seele ganz. |
Fülltest
wieder Glas und Gral Voll mit Schaum und Glanz, Badest nun mit sanftem Schwall Meine Leber ganz. |
| Breitest
über mein Gefild Lindernd deinen Blick, Wie des Freundes Auge mild Über mein Geschick. |
Breitest
aus an meinem Tisch Lindernd deinen Dunst, Wo das Gerstensaft Gemisch Schenkt mir seine Gunst. |
| Jeden
Nachklang fühlt mein Herz Froh- und trüber Zeit, Wandle zwischen Freud und Schmerz In der Einsamkeit. |
Argen
Nachdurst ahnt mein Herz Schon mit trüben Blick, Taumelnd zwischen Suff und Schmerz Wird die Leber dick. |
| Fließe,
fließe lieber Fluß Nimmer werd ich froh, So verrauschte Scherz und Kuss Und die Treue so. |
Fließe,
gieße liebes Fass Nimmer werd ich voll, Schenk mir doch ein neues Maß Das ich kippen soll. |
| Ich
besaß es doch einmal, Was so köstlich ist! Das man doch zu seiner Qual Nimmer es vergisst! |
Ich
vertrink es noch einmal, Was so wertvoll ist! Das der Wirt zu meiner Qual Keinen Strich vergisst! |
| Rausche,
Fluß, das Tal entlang, Ohne Rast und Ruh, Rausche, flüstre meinen Sang Melodien zu. |
Rausche,
Fluß, den Schlund entlang, Stets auf einen Zug, Fehlt dir Weib und auch Gesang, Tröstet dich der Krug. |
| Wenn
du in der Winternacht Wütend überschwillst Oder um die Frühlingspracht Junger Knospen quillst. |
Wenn
du kurz nach Mitternacht Aus der Kneipe fliegst Oder in der gelben Pracht Deiner Kotze liegst. |
| Selig,
wer sich vor der Welt Ohne Haß verschließt, Einen Freund am Busen hält Und mit dem geniesst. |
Selig,
wer sich jeden Tag Ohne Hast betrinkt, Hagelvoll mit einem Schlag In die Gosse sinkt. |
| Was,
von Menschen nicht gewußt Oder nicht bedacht, Durch das Labyrinth der Brust Wandelt durch die Nacht. |
Was,
dem Wirte gut bezahlt Und so fein gebraut, Dort zum wiederholten Mal Bein und Rock versaut. |
Frigger's humorige Seiten: www.frigger.de