Und dann, wie freut sich meine Seel´,
eine große Dos´ Olivenöl.
Eine extra große Dos` voll Reis,
eine Dose Fett, wie Schnee so weiß.
Dies alles schreibt die Tante Rose,
noch eigenhändig auf jede Dose.
Das wir gleich wissen tun was drinnen,
weil wir kein Wort Englisch können.
Bloß von der siebten Weißblechdose,
da ging bestimmt der Zettel lose.
Was könnt` bloß in der Dose sein,
ein jeder steckt seinen Riecher rein.
Es ist kein Mehl, es ist kein Grieß,
es schmeckt wie eingeschlafene Füß´.
Wir haben uns bald den Kopf zerbrochen,
was könnte man aus dem Pulver kochen.
Es ist bestimmt was für den Magen,
doch was es ist, kann keiner sagen.
Ich sag nun Schluss mit der Rederei,
punkt um, wir kochen mal einen Brei.
Die Frau rührt´s ein und setzt es aufs Feuer,
macht´s schmackhaft, auch noch mit zwei Eier.
Die Oma gibt den guten Rat,
so was würzt man mit Muskat.
Sie macht noch glatt mit ein wenig Schmalz,
und kräftigt es mit einer Hand voll Salz.
Sie rührt auch noch eine Mehlschwitz rei,
und dann zu Mittag gab´s den Brei.
Fein abgeschmeckt mit Speck und Zwiebel,
uns war danach gar nicht mal so übel.
Der Magen war dann wieder satt und still,
mag es gewesen sein, was es will.
Ihr Leut, ihr Leut, schon 3 Tage darauf,
klärt sich der ganze Zauber auf.
Die Luft ist uns bald weggeblieben,
von dem, was hat Tante Rosa geschrieben.
„ In tiefem Schmerze meine Lieben,
habe ich Euch diesen Brief geschrieben.
Der liebe Onkel Ottokar,
er starb mit 83 Jahr´.
Schon immer war sein letzter Wille,
in der Heimat ruhen in aller Stille.
In tiefer Trauer,
Tante Rose.
Seine Asche war in der 7. Weißblechdose !"
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