Die alten Rittersleut


Zwei Ritter saßen Arsch an Arsch
und bliesen den Radetzkimarsch.
Da kam der eine aus dem Tackt
und hat den andern angekuckt (oder so ähnlich)

Refrain:
Ja so sans, ja so sans, ja so sans,
die oiden Rittersleit,
Ja so sans, ja so sans,
die oiden Rittersleit.

Und das Ritterfräulein Zenzi
jassas, war does Luder brenzi,
Lässt bei Nacht die Brück'n nieder
und die ganzen Ritter drüber..

Und das Fräulein Kunigund
hat zwei junge Pudelhund'.
Weil's die Luder besser könna,
wie die alten Rittersmänna.

Ließ ein Ritter einen fahr'n
war's ihm in der Rüstung warm.
Dem Ritter macht das garnix aus,
er läßt in zum Visier hinaus.

Und die alten Ritterkind'ln
hatten keine richt'gen Windeln.
Richt'ge Windeln ham's net kennt,
sie pieselten durch's Kettenhemd.

Und der Ritterknabe Friedel
langt der Kuni unter'n Kiedel.
Doch er konnte nichts entdecken
als ausgefahr'ne Slalomstrecken.

Der Ritter Kunz vom Kunzenstein
schlief oftmals auf dem Nachttopf ein.
Da sprach die Rittersfrau vom Kunzen:
"Geh' alter, lass mi aa moi brunzen".

Und der Ritter Graf vom Gangen
Jessas na, hot der an Langen,
hängt ihn nachts aus seinem Fenster
und vertreibt die Burggespenster.

Und der alte Waffenschmied
hatte gar ein Vierkantglied.
Doch Liebe macht erfinderisch,
drum klopft er ihn zylinderisch.

Auf der Mauer hockt a' Wächter,
in die Gegend schaut und specht er,
ob sich net a Feind erdreist'
und in Burggrab'n obischeißt.

War ein Ritter einmal geili,
ritt er in die Stadt ganz eili,
war ihm heiß der Ritterbolzen,
ist ihm gleich die Rüstung g'schmolzen.

Gsuffa hams, die alten Reiber,
Auffi sans auf ihre Weiber,
Schweif hams ghabt wie Trummelschlegel,
Filzläus' wie Kanarienvögel.

Refrain:
Ja so sans, ja so sans, ja so sans,
die oiden Rittersleit,
Ja so sans, ja so sans,
die oiden Rittersleit.

Aus der großen Sammlung von Hartmut Streich


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