Eine Werbegeschichte

Von Jan-Dirk Finke

Herr und Frau Schmidt haben eine Anzeige auf Putzhilfe in der Zeitung aufgegeben. Sie sitzen in der Küche, als es an der Tür klingelt.

Herr Schmidt: "Wer mag denn das wohl sein? Alles Müller oder was?"

Frau Schmidt: "Glaub ich nicht, das ist ´n Anderer. So ein Weich erkennt man gleich."

Herr Schmidt: "Stimmt, zwar nicht immer, aber immer öfter."

Frau Schmidt: "Wer weiß, wer das ist? Nichts ist unmöglich. Öffnest Du die Tür?"

Herr Schmidt: "Na gut, die klügere Zahnbürste gibt nach. Aber das nächste Mal bist Du dran."

Herr Schmidt öffnet die Tür
Herr Schmidt: "Oh, es ist Meister Proper, der putzt so sauber, daß man sich drin spiegeln kann!"

Meister Proper: "Ich verspreche Ihnen aber nicht das Blaue vom Himmel."

Herr Schmidt: "Macht nichts. Sie sind quadratisch, praktisch, gut."

Meister Proper kommt in die Küche
Frau Schmidt: "Mann ist der Dickmann!"

Herr Schmidt: "Aber er ist von echten Bären empfohlen."

Meister Proper: "Ich gebe Ihrer Zukunft ein sauberes Zuhause."

Frau Schmidt: "Aber geben sie sich Mühe. Gut ist uns nicht gut genug."

Herr Schmidt: "Sie müssen das Beste geben."

Meister Proper: "Natürlich! Denn Qualität ist das beste Rezept."

Frau Schmidt: "Gute Einstellung. Da weiß man, was man hat."

Herr Schmidt: "Er ist einer von den jungen Leuten von heute."

Meister Proper: "Meine Welt ist die neue Welt der Sauberkeit."

Herr Schmidt (zu seiner Frau) : "Er ist bestimmt unvergeßlich gut."

Meister Proper: "Heutzutage muß man putzen mit Lust und Liebe."

Herr Schmidt: "Hoffentlich benutzen sie auch das Wunder der Wunder gegen Fett."

Frau Schmidt: "Das ist nämlich ein Stück vom Paradies."

Meister Proper: "Ich weiß, denn mit einem Wisch ist alles weg."

Frau Schmidt: "Benutzen sie das auch aus Liebe zum Besseren?"

Meister Proper: "Klar! Und aus Lust am Duft. Damit man auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann, obwohl man kleckert."

Herr Schmidt: "Ja, ja, it´s not a game!"

Meister Proper: "Es ist aktiv, damit Sie aktiv sein können,denn es ist kraftvoll gegen Kalk. Dann ist es nicht nur sauber, sondern rein! Das ist so sicher, wie sie selbst."

Herr und Frau Schmidt: "Was sie nicht sagen. Wir haben verstanden."

Meister Proper: "Ich sage Ihnen: Bei mir gibt's  hygienische Sauberkeit, wie bei den Profis."

Frau Schmidt bietet Herrn Proper etwas an.
Frau Schmidt: "So hoch das Land, so mild der Kaffee. Möchten sie welchen ? Sie wissen ja: Melitta macht Kaffee zum Genuß. Allerdings ist er entkoffeiniert. Aber Geschmack braucht ja kein Koffein, oder ? Und ist er zu stark, sind Sie zu schwach."

Herr Schmidt: "Und wenn: Hier habe ich auch noch eine extra Portion Milch. Und hier ist noch Zucker, denn mit Zucker lacht das Leben."

Frau Schmidt: "Du denkst an alles!"

Meister Proper: "Danke. Ich weiß ja: Aus dieser Quelle trinkt die Welt, denn sie kommt aus dem Herzen der Natur. Und wie sagt man so schön: Lieber trocken trinken, als trocken feiern. Oh, schön heiß, so schmilzt der Winter!"

Frau Schmidt: "Und wie wäre es mit der wahrscheinlich längsten Praline der Welt?"

Herr Schmidt: "Oder mit Toffifee, die wecken den Tiger in Dir?"

Meister Proper: "Oh ja ! Es steckt viel Spaß in Toffifee, also nehme ich mir mal einen."

Herr Schmidt: "Ich finde, das ist die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt!"

Frau Schmidt: "Hoffentlich schmeckt´s so gut wie hausgemacht."

Meister Proper: "Ich esse nur Gutes nach Art des Hauses! Dann ist es kein Wunder, wenn es so himmlisch yoghurtleicht schmeckt."

Herr Schmidt: "Wenn sie wollen, hätten wir auch noch Twix, den einmal, zweimal Pausensnack."

Frau Schmidt: "Meica macht das Würstchen, das ich auch noch anzubieten hätte."

Herr Schmidt: "Vielleicht wollen Sie ja auch Lion, den Löwe unter den Riegeln?"

Meister Proper: "Oh man, wo kriegen sie nur die ganzen Leckereien her?"

Herr Schmidt: "Lieferservice Neckermann macht's möglich!"

Frau Schmidt: "Die gehen nach dem Motto “Ihre Wünsche sind unser Antrieb“."

Meister Proper: "Adel verpflichtet wie ich bin möchte ich nun aber Ihre Gastfreundschaft nicht länger mißbrauchen. Ich werde jetzt gehen. Um die Bezahlung reden wir später. Ich habe nämlich noch was zu tun."

Herr und Frau Schmidt: "Ihre Wünsche sind unser Antrieb. Und wenn's ums Geld geht : Sparkasse. Bis später dann"

Meister Proper (geht aus der Tür) : "Bis später."

Frau Schmidt (zu ihrem Mann): "Mann ist das ein Typ!"

Herr Schmidt: "Stimmt, ein ganzer Kerl dank Chappi."

© Jan-Dirk Finke

 

Kritik, Mecker und Lob bitte an J-DF@gmx.net


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