Erotische Episoden - nicht nur für Herren

Willi und Lilly

oder vom Nutzen der Kommunikation

    Ich bin ein
    Abenteurer!
    Ich habe
    einen Eisbären
    erlegt und
    mit einem
    Hulamädchen
    getanzt.

    Doch letzte
    Woche sagte
    mein Arzt,
    daß ich es besser
    andersherum
    gemacht hätte!

Vorwort

Von dem ursprünglichen 'Sichangrunzen' der ersten Entwicklungsstufe des homo sapiens bis hin zu der heute unter zivilisierten Menschen stattfindenden Kommuni- kation war es ein langer Weg.

Während der direkte Kontakt durch Blicke, Sprache, Gestik und Faust über Jahr-millionen hinweg die einzigen Gelegenheit des Austauschens von Ansichten und Meinungen bot, von Urwaldtrommeln einmal abgesehen, haben sich nach und nach mit der Schrift und später mit Drahtverbindung, Funk und modernen Elektronik-Systemen Formen des Miteinanderumgehens hinzugesellt, die die Möglichkeiten des Informationsaustausches geradezu revolutioniert haben.

So rasant die Entwicklung der Spezies Mensch und deren Kontaktmöglichkeiten aber auch war, die Grundformen der Kommunikation sind bis heute erhalten geblieben: Konversation und Koitus.


1. Von der Verschiedenheit der Geschlechter

In unserer heutigen Gesellschaft findet ein nicht geringer und sicherlich im gleichen Maße wichtiger Teil der für ihr Funktionieren erforderlichen Kommunikation unter den Hausfrauen statt, und zwar überwiegend an Küchentischen, in Treppenhäusern, Vorgärten, Läden, Kellern und Cafes.

Nichts kann diese in der Regel zu zweit beieinanderstehend auftretende Spezies daran hindern, ihren diesbezüglichen Verpflichtungen unter größtmöglichem Zeitaufwand nachzukommen.

Die sich somit aufopferungsvoll dem erforderlichen Informations-Austausch widmenden Frauen als Klatschtanten zu bezeichnen, ist sicher ebenso unangebracht, wie der Ausdruck 'Wirtschafts-Ausschuß' für die sich vornehmlich in Gastwirtschaften um die Theken herum gruppierenden Maskulinos.

Während aber bei den Zusammenkünften letzterer, nach forcierter Anhebung eines als Lösungsmittel für Zunge und Hemmungen zu bezeichnenden Spiegels, oft nur Unfug und belangloses Gerede herauskommt, sind die Kontakte der ersteren, weil hier nicht nur mehr oder weniger platte Meinungen, sondern gelegendlich auch Koch- und Kuchenrezepte ausgetauscht werden, als durchaus konstruktiv zu betrachten. Außerdem geht es bei den Frauen im Gegensatz zu den bierernsten Stammtisch-gesprächen der Männer, auch ohne permanenten Konsum von Stimmulanzien, ungemein lustig zu.

Nicht selten ist der heimliche Zuhörer überrascht, wie vielseitig die Themen sind, wenn zum Beispiel so wie heute, die zwei Nachbarinnen Lilly und Petra am Vorgartenzaun zusammenstehen und über Gott, die Welt und die Männer reden.


"Der Prokurist soll die Sekretärin geschwängert haben. Weist Du was das ist?"
"Nää! Aber auf keinen Fall ist es eine Drecksarbeit, sonst hätten wir das machen müssen."


"Wenn ich etwas für 10,20 Mark einkaufe und für 9,40 Mark wieder verkaufe, mache ich dabei Gewinn oder Verlust?"
"Na ja, Herr Lehrer! Bei die Märker machen Sie ja so schlappe 10% Verlust,
aber bei die Pfennige einen dicken Reibach von et Doppelte!"

© Hermann Frigger

Weiter geht's mit Teil 2: Von Kindern, Eltern und Lehrern


Die komplette Geschichte kannst Du Dir im pdf-Format laden: Download Willi und Lilly (5,3MB)

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