Willi und Lilly

2. Von Kindern, Eltern und Lehrern

Da erblickt ein Kind gerade mal das Licht der Welt, schon versucht man mit größter Mühe, ihm ein Bäuerchen nach dem anderen zu entlocken, und nur wenig später setzen die Eltern alles daran, ihm das Laufen und Sprechen beizubringen. Wenn es das alles dann endlich kann und von seinem Können Gebrauch machen möchte, kommt von gleicher Seite: "Laß das Rülpsen, bleib brav sitzen, halt den Mund."

Hierdurch schon leicht verunsichert, wird es dann ganz im Widerspruch zu den langjährigen Ermahnungen, meist von Seiten des weiblichen Elternteils, sich ja nicht zu weit vom Mutterschoß zu entfernen, täglich allein zur Schule geschickt. Dort sieht es sich über Jahre hinweg weitgehend wehr- und hilflos der Besserwisserei einer Gattung von Lebewesen ausgesetzt, die gemeinhin als 'homo sapiens pedagogens' bezeichnet wird und wohl zu den seltsamsten Vögeln unserer Fauna gezählt werden muß.

Diese ast- und lupenreinen Theoretiker orientieren sich in Folge eines allzu einseitigen Werdeganges, nicht am realen Leben, sondern vertrauen ausschließlich auf schwarz auf weiß gedrucktes. Aus dem Zusammentreffen der Lehrer(innen) mit den Kindern (außen?) und Eltern (oben?) erwächst nicht selten eine der fruchtbarsten Formen gediegener Kommunikation.

Ein Beispiel hierfür sind die Begebenheiten, die sich immer wieder in Kleinbumsbach abspielen, dem Dorf, in dem auch Willy und Lilly zu Hause sind.


"Siehst Du die beiden Frauen da hinten am Tisch? Die Blonde, das ist meine Frau und die Rote, das ist meine Freundin."
"Ko..ko...komisch, bei..bei mir ist das genau umgekehrt!"

© Hermann Frigger

Dies ist der zweite von 4 Teilen. In wenigen Tagen geht's weiter (Stand 05.05.02).

Die komplette Geschichte kannst Du Dir im pdf-Format laden: Download Willi und Lilly (5,3MB)

Frigger's humorige Seiten: www.frigger.de Seite Drucken Seite weiterempfehlen